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KartoffelKunstHalle

ein Ausstellungs-Format in Diersbüttel

Kunst vor Ort an einem wunderschönen Fleckchen Erde: da, wo ich 2013 nach meinem Kunststudium hingezogen bin, zu meinem Partner, der als Landwirt tätig ist. Dank seiner tatkräftigen Unterstützung und seiner Freude daran, kann dieses Projekt unter anderem umgesetzt werden.

Dies ist ein besonderes Format: Ein Landwirt öffnet seine Halle für die Kunst. Sie kann die Besucher*innen nähren, bevor die Halle ihrem ursprünglichen Zweck dient – der Lagerung von Kartoffeln.

Diersbüttel, ein Ortsteil von Rehlingen in der Samtgemeinde Amelinghausen, liegt mitten in der Lüneburger Heide – dort, wo sonst eher Feuerwehr, Chor und Schützenverein das Vereinsleben prägen. 2022 haben wir dieses Format zum ersten Mal ins Leben gerufen, zunächst jährlich, seit 2024 im Zwei-Jahres-Rhythmus, immer an einem Wochenende im Juni, wenn die Halle zwischen den Erntezeiten frei ist. 2026 fand die letzte Ausstellung statt, 2028 ist bereits in Planung.

Ich bin Mitgründerin der KartoffelKunstHalle und organisiere sie gemeinsam mit derzeit drei weiteren Künstlerinnen – dazu laden wir jedes Jahr wechselnde Künstlerinnen und Künstler ein, die für frische Lebendigkeit sorgen. Im Zentrum steht ein gemeinsam erarbeiteter Titel mit Bezug zur hiesigen Landwirtschaft.

Kunst bereichert die Gesellschaft – sie schafft Räume für Austausch, Perspektivwechsel und Begegnung und ist damit ein wichtiger Baustein für eine lebendige Demokratie. Diesen Gedanken tragen wir mit der KartoffelKunstHalle aufs Land. Seit 2026 suchen wir dafür auch bewusst die Zusammenarbeit mit Vereinen und anderen Akteuren der Region. Während der Ausstellung entsteht so ein Ort der Begegnung – für die Besucher*innen untereinander und mit der Kunst, aber auch für uns Künstlerinnen, die selbst mit dabei sind und in direkten Austausch treten. Im selben Jahr haben wir zudem erstmals Führungen mit Gebärdensprachdolmetscherinnen angeboten – ein Angebot, das wir in den kommenden Jahren fest mitdenken wollen, um Inklusion zu einem festen Bestandteil der KartoffelKunstHalle zu machen.

Die KartoffelKunstHalle wird organisatorisch von RegioKult getragen. Unser Dank gilt außerdem der Firma Lünekartoffel, die uns seit der zweiten Ausstellung durchgehend unterstützt.

Besucher*innen-Infos:

  • Termin: immer ein Wochenende im Juni (Mitte oder Ende)
  • Ankündigung erfolgt hier auf der Website
  • Die Landeszeitung Lüneburg hat bisher regelmäßig darüber berichtet
  • Flyer liegen in der Umgebung aus
  • Wer rechtzeitig vom nächsten Termin erfahren möchte, kann mir gerne eine E-Mail schreiben über das Kontaktformular – ich nehme dich dann in meinen Verteiler auf
Nachtschattengesänge2026(2)
2026 – „NachtSchattenGesänge“

Eine kreative Kooperation mit dem Gemischten Chor Amelinghausen e.V.: Das gemeinsame Ergebnis war am Samstag live zu erleben. Die Künstler*innen waren an beiden Tagen vor Ort, boten Führungen an – darunter erstmals eine Führung für Gehörlose – und standen für Gespräche zur Verfügung, die über die Werke hinausgingen und zum Weiterdenken anregten.

Ziel war es, zeitgenössische bildende Kunst im ländlichen Raum sichtbar zu machen und scheinbar gegensätzliche Lebens- und Arbeitswelten miteinander zu verbinden.

Mit: Martin Bäuml, Harald A. Finke, Nina Heinzel, Daniela Köster, Jessica Kulp, Jakob Perko, Britta Ruge

Eröffnet wurde die Ausstellung von Bürgermeister Felix Petersen (Gemeinde Rehlingen); der Gemischte Chor Amelinghausen e.V. sang live zur Eröffnung.

Sponsoren-2026

„Frucht+Wasser“

2024

Das Thema Frucht+Wasser beschäftigt in diesem Jahr die 6 Künstler und Künstlerinnen auf dem Hof Dittmer. Wie so oft, ist auch der Begriff Fruchtwasser vielfältig zu deuten, meist im Zusammenhang mit Naturprozessen, aber auch einfach als Wortgebilde oder in Verbindung mit scheinbar fremden Welten. Den frei-spielerischen Denkwelten der Künstler ist es erlaubt, ganz neue Möglichkeiten auf unsere sichtbare Welt zu übertragen.

Den Besucher:innen stehen ausführliche Beschreibungen der Installationen zur Verfügung. Außerdem waren die Künstler:innen an beiden Tagen anwesend und mit Freude zu Gesprächen bereit.

Seelendusche, Aufnahme in der Halle

„KAR MA. KartoffelKultur-Maschinerie“
2023

Die Maschine ist in der heutigen Landwirtschaft nicht mehr wegzudenken. Kaum jemand erinnert oder nutzt noch Forke und Spaten. 6 Künstler*innen  widmeten sich dem Thema Kartoffel und Maschine mit unterschiedlichen Mitteln und gestalteten zum zweiten Mal die große Halle vorübergehend um in die Kartoffel-Kunst-Halle-Diersbüttel. Zu sehen waren Wand- und Bodenarbeiten, sowie Klang- und Lichtinstallationen.

„KartoffelSalat“

2022

Unter dem Ausstellungstitel haben vier weitere Künstler*innen und ich das Thema Kartoffel auf vielfältige Weise bearbeitet – so offen, wie es die freie künstlerische Arbeit auf verschiedenen Assoziationsebenen erlaubt.
Dabei kamen Ausdrucksformen wie Malerei, Text, Zeichnung, Installation und Performance zum Einsatz. Diesen künstlerischen Medien stehen Elemente aus der Kartoffelwirtschaft gegenüber: etwa große Lagerkisten, eine landwirtschaftliche Maschine und die Halle selbst.
Diese funktionalen Gegenstände waren nicht versteckt, sondern bewusst in den künstlerischen Kontext eingebunden und ästhetisch reflektiert. So trafen zwei sehr unterschiedliche Systeme aufeinander – Kunst und Landwirtschaft – ohne sich gegenseitig zu widersprechen oder in Konkurrenz zu treten.